Die Gefahren- und Vulnerabilitätskarten sagen, wo der Karst am stärksten gefährdet ist. Das Präventions-Abaco sagt, was dagegen zu tun ist — ein praktischer Katalog von Maßnahmen, die lokale Verwaltungen, Förster und Landbewirtschafter tatsächlich umsetzen können, jede an den Teil des Risikos gebunden, den sie verringert.
Jede Maßnahme nennt, was sie bewirkt, welches Risiko sie verringert, wer sie umsetzt und welchen Aufwand sie erfordert — so kann eine Gemeinde von einer Risikokarte zu einem Arbeitsplan gelangen.
Dasselbe Handbuch wird vor Ort umgesetzt — sehen Sie, was die Pilotgemeinden aufgebaut haben. Pilotstandorte →
In zwei grenzüberschreitenden Laboren — Sistiana, 27. Mai 2025 und Cerje (Miren), 28. Januar 2026 — stellten rund 60 Landwirte, Förster, Brandschutzbeamte und Gemeindemitarbeitende die Wissenschaft auf den Prüfstand, moderiert nach PiNAs Methode „Dialog-Dreieck“.
Förster und Forstaufseher trennten zwei Fragen, die die Daten verwischt hatten: was einen Brand auslöst gegenüber dem, was ihn schwer macht. Im Vulnerabilitätsmodell stieg die Landbedeckung auf ~46 % und der Niederschlag auf ~20 %, während die reine Distanz zu Straßen stark fiel — denn Straßen treiben die Entzündung, aber Brennstoff und Dürre treiben die Ausbreitung.
„Anthropogene Faktoren bestimmen die Zahl der Brände; Landbedeckung und Klima bestimmen die Schwere.“ Die Erkenntnis, die das Gefahrenmodell des Projekts von seinem Vulnerabilitätsmodell trennte.
Drei Arbeitsgruppen — Beweidung, Dolinen-Bewirtschaftung, Trockenmauern — erarbeiteten 29 kommunale und 8 nationale Präventionsmaßnahmen, geordnet nach Dringlichkeit und Machbarkeit.
Die Labore waren auch Schulung: ein gemeinsames Vokabular zum Brandrisiko, harmonisierte grenzüberschreitende Datenpraktiken und Wissen, das zwischen älteren Landwirten, Jugendlichen und Amtsträgern weitergegeben wurde.
Das Abaco verwandelt die Erkenntnisse des Projekts in Maßnahmen, die eine Gemeinde ergreifen kann — und die Labore stellen sicher, dass diese Maßnahmen zu den Menschen und der Landschaft passen, die mit ihnen leben müssen.
Quelle: Deliverables D1.3.1 „Abaco von Maßnahmen zur Waldbrandrisiko-Minderung am Karst“ und D1.4.1 „Gemeinsame partizipative Labore, Wissens-Koproduktion und Kapazitätsaufbau“ (WP1), Universität IUAV Venedig mit ZRC SAZU, PiNA, Corpo Forestale FVG und Zavod za gozdove Slovenije, 2026.